2013-08-31 (Ankerbucht bei Aveiro (St. Jacinto))

Vorgestern Nacht waren wir dann am Ende 12 Yachten in der Ankerbucht, da wurde es dann schon etwas arg eng… Aber zum Glück hatte es in der Nacht keinen Wind, so lagen am nächsten Morgen alle Yachten friedlich nebeneinander. Gestern sind wir mit dem Fähre auf die andere Seite der Flussmündung gefahren, für alle, die hier auch mal herkommen wollen: Ich finde, es lohnt sich nicht unbedingt, außer man hat vielleicht das Fahrrad dabei. Wir mussten relativ lange laufen, um in den nächsten Ort zu gelangen, dort war dann immerhin ein Supermarkt, mit gar keiner schlechten Auswahl, vielleicht nicht der billigste, aber teuer sind hier Lebensmittel für unsere Verhältnisse sowieso nicht. Dort haben wir für wenig Geld viel Fisch gekauft, den gabs dann gestern Abend! War sehr sehr gut! Heute haben uns Marteen und Monique Richtung Lissabon verlassen, aber wir sehen uns garantiert wieder, spätestens auf Madeira. Apropos: Unsere Reisepläne haben sich etwas geändert. Wir werden jetzt auf jeden Fall noch bis nach Lissabon fahren, dort wollen wir einen Segelmacher finden, der einen Sonnenschutz an unser Vorsegel näht und der uns evt. auch einen neuen Lazybag näht oder den alten repariert (der Reißverschluss und die Nähte sind nicht mehr ganz so frisch), außerdem brauchen wir für das Großsegel noch eine Erweiterung für unseren Lazybag, da unserer den Teil des Segels direkt am Mast nicht mit abdeckt, und so liegt dieser Teil in der Sonne. Hier brauchen wir also noch irgendwas. Je nachdem wie dann das Wetter ist und wie wir in der Zeit sind, segeln wir dann noch 2 portugiesische Häfen weiter oder auch nicht, und von dort oder eben von Lissabon wollen wir dann nach Madeira segeln, wahrscheinlich nach Funchal. Das wissen wir aber noch nicht so genau, dafür wollen wir uns noch ein Hafenhandbuch besorgen und ein bisschen im Internet recherchieren. Nach Madeira sind es dann über 500 sm, bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 5 kn, brauchen wir dafür gute 4 Tage, das ist dann schon mal ein guter Testlauf für die bevorstehende Atlantiküberquerung, vor allem auch für mich, da ich ja bisher bei längeren Fahrten eigentlich durch die Seekrankheit komplett ausgefallen bin. Da können wir dann schon mal sehen, wie gut wir einen Rhythmus finden und bekommen bestimmt schon ein gutes Gefühl, wie Felix mit den Atlantikwellen zurechtkommt, das wird uns Sicherheit geben. Auf Madeira wollen wir dann ein bisschen bleiben, danach soll es weiter gehen auf die Kanarischen Inseln, welche genau wir anlaufen, wissen wir noch nicht, auch hier wollen wir noch ein Hafenhandbuch besorgen. Und je nachdem wie wir dann in der Zeit liegen und uns fühlen, fahren wir dann noch auf die Kapverdischen Inseln. Der Vorteil wäre, dass die Atlantiküberquerung schon um einige Tage kürzer wäre und wir natürlich eine weitere Inselgruppe besuchen könnten. Aber diese Planung ist noch nicht fix, das wird dann die Zeit entscheiden.

Hier wollen wir eigentlich auch bald weg, aber der Wind ist gerade nicht so berauschend, es gibt eigentlich keinen, außer den nachmittäglichen Seewind, aber der würde uns dann auch nicht für die ganze Strecke ausreichen. Aber bald wird bestimmt ein Wetterfenster kommen und dann geht’s für uns weiter zu unseren nächsten Stationen: Figueira da Foz, Nazare, Peniche, Cascais, Lissabon, dann evt. noch Sesimbra und Sines.

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