Cook & Kuck!

In den letzten Tagen war für hiesige Verhältnisse ganz schön was los! Zum einen haben wir uns natürlich das Halbfinale Deutschland-Brasilien angeschaut. Da haben hier alle ganz schön gestaunt, dass die Deutschen mal kurz 7 Tore schießen. Was für ein Spiel! Das Finale am Sonntag lassen wir uns natürlich nicht entgehen!

Beim WM-Halbfinale Deutschland-Brasilien

Beim WM-Halbfinale Deutschland-Brasilien

Haha!

Haha!

Vor ein paar Tagen waren wir gerade dabei das Frühstück vorzubereiten (es war also ca. 12:00 Uhr), als sich das Wetter plötzlich änderte. Dunkle Wolken sind aufgezogen und haben sehr plötzlich viel Wind mitgebracht. Und so hatten wir nicht mehr wie sonst 0-5 kt, sondern plötzlich mehr als 20 kt Wind. Außerdem kam noch Regen dazu. Ja und da sehen wir doch aus dem Küchenfenster (cook & kuck), dass die nicht bewohnte französische Yacht zwischen uns und dem Wrack nicht mehr da ist wo sie vorher war, ihr Anker hat nicht mehr gehalten. Und so driftete sie immer weiter an uns vorbei (glücklicherweise an uns vorbei und nicht auf uns drauf). Nachdem klar war, dass der Anker sich nicht sofort wieder eingräbt, haben wir uns auf den Weg zu einem anderen französischen Schiff gemacht, dessen Besitzer hier schon seit ein paar Jahren vor Anker liegt. Doch auch er kannte weder Namen noch Telefonnummer des Besitzers der abtreibenden Yacht. Daraufhin sind wir zu Touristeninformationen, die hier sehr nah am Ufer ist. Glücklicherweise sprach die Dame etwas englisch und so hat sie verstanden, um was es geht. Gott sei Dank kannte sie den Besitzer und hat versprochen sich darum zu kümmern und ihn zu erreichen. Wir sind dann mit dem Dingi zur abtreibenden Yacht gefahren. Mittlerweile war sie am Rand des Fahrwassers angekommen und ist zum Glück nicht gegen die Fahrwassertonne getrieben. Nun schien der Anker wieder zu halten. Beim genauen Hinschauen haben wir gesehen, dass die Ankerkette und Trosse stark ineinander verdreht sind, da sich hier jede Yacht vor Anker tidenbedingt mehrfach am Tag dreht. Wir konnten nicht mehr machen und hofften, dass der Besitzer am Abend auftauchen würde. Der starke Wind und der Regen waren bereits nach einer Stunde vorbei und es sah aus als wäre nichts gewesen. Gegen 18:00 Uhr kam er dann tatsächlich mit dem Dingi im Auto an. Eilig schien er es aber nicht zu haben, er hatte genügend Zeit sein Dingi in aller Ruhe aufzublasen und noch den einen oder anderen Schwatz zu halten. Nachdem er den Motor montiert hatte, hat er sich auf den recht weiten Weg zu seiner Yacht gemacht. Leider ging nach einem Drittel der Strecke sein Motor aus und er hat ihn nicht mehr starten können und bereitete bereits die Paddel vor. Doch wieder mal war die Strömung sehr stark und so trieb er sehr schnell ab. Da klar war, dass er mit den Paddeln keine Chance hat dagegen anzukommen, hat sich Sven mit unserem Dingi auf den Weg gemacht, um ihn abzuschleppen. Er hat ihn dann zurück an Land gebracht, wo er sich sehr wortkarg gab und sich gerade mal so bedankt hat und meinte er hätte noch ein Kanu im Auto. Kurz darauf kam er dann tatsächlich mit einem Kanu an, allerdings war das wohl eher ein Kinder-Kanu und für ihn ein bisschen klein. Kurz vor seiner Yacht war die Strömung dann wieder so stark, dass er es kaum zu seiner Yacht geschafft hat. Dort angekommen kümmerte er sich um sein Ankerchaos und startete die Maschine und ging Anker auf. Kaum war dieser oben trieb er auch schön kräftig flussabwärts. Wie es schien war an seiner Ankerkette wirklich alles ineinander verdreht und verknotet und wir betrachteten mit Sorge sein Abtreiben. Doch irgendwann kam er dann unter Maschine wieder an seinen alten Platz gefahren und lies den Anker runter. Dann war er auch schon wieder weg und hinterließ uns eine Yacht vor der Nase, bei der das Ankergeschirr alles andere als sortiert war. Am nächsten Tag sind wir mit dem Dingi vorbei gefahren und haben uns sein Ankergeschirr aus der Nähe angeschaut. Er hat es wohl geschafft einen alten Anker samt Kette, der am Grund lag, mit seinem Anker und seiner Kette einzufangen und das alles hing nun als Knoten am Bug der Yacht. Am nächsten Abend kam er dann wieder mit seinem Kanu vorbei (wie immer ohne uns zu grüßen) und machte sich an die Beseitigung seines Chaos. Dann wurde es wieder dunkel und er hat die Arbeit abgebrochen und war sekundenschnell wieder weg. Leider kam dann untypischer Weise am Abend nochmal kräftiger Wind (über 25 kt) und wir haben mit leichter Besorgnis die Yacht beobachtet, denn noch ist sein Ankergeschirr immer noch nicht ordentlich vertäut und es sieht nicht sehr vertrauenserweckend aus. Am darauffolgenden Abend kam er dann glücklicherweise nochmal und entwirrte weiter sein Ankergeschirr. Jetzt scheint alles wieder so wie vorher zu sein und wir hoffen, dass er nicht nochmal an uns vorbei driftet. Wir können nur hoffen, dass sein Anker nun zumindest solange hält wie wir hier sind…

Sven schleppt unseren französischen Nachbarn ab.

Sven schleppt unseren französischen Nachbarn ab.

Ansonsten ist bei uns alles beim alten, uns geht es gut und die Tage gehen schnell vorbei. Jetzt freuen wir uns auf das Fußball-WM-Finale am Sonntag und dann können wir hoffentlich Deutschland als Weltmeister feiern!

Es regnet mal wieder!

Es regnet mal wieder!

Regenbogen über St. Laurent du Maroni.

Regenbogen über St. Laurent du Maroni.

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