Guck i rom, guck i nom, lauter Insla um mi rom!

Wir sind immer noch in der Tyrell Bay auf Carriacou, ein bisschen ist es hier wie in „Klein-Grenada“, eben alles etwas überschaubarer. Die Menschen sind unglaublich freundlich, bieten uns zwar permanent ihre Dienste an, wie z.B. eine Taxi- oder Busfahrt oder auch so aller Hand Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Eier oder Hühnchen. Wenn man aber lächelnd und dankend ablehnt, wird uns trotzdem ein schöner Tag gewünscht und auch sonst heißt es hier gerne mal „Yo man, everything allright?“. Für uns ist alles allright. Die Tyrell Bucht ist kleiner als die Prickly Bay auf Grenada, aber das Kommen und Gehen der Yachten ist häufiger. Zwischen 8 und 12 Uhr morgens herrscht hier große Aufbruchstimmung und von den manchmal 100 Yachten, die hier vor Anker liegen, verlassen 20-30 die Bucht. Die meisten sehen wir nach Norden aufbrechen. Zwischen 14 und 19 Uhr dann das große Ankommen. Es ist zwar manchmal etwas eng hier, aber die Bucht könnte noch weitaus mehr Yachten aufnehmen. Im Vergleich zu Grenada sehen wir hier viel mehr Charterschiffe, meistens Katamarane mit 6-10 Personen an Bord. Außerdem kommt hier auch ab und zu eine etwas luxuriösere Yacht eingelaufen, meistens dann auch entsprechende Katamarane. So wie der Lagoon 540, der sich neulich für eine Nacht direkt neben uns gesetzt hat. Kaum war der Anker ins Wasser gelassen, waren die Motoren auch schon aus. Anker einfahren? Nicht nötig! Weitere 2 Minuten später war das junge französische Pärchen dann auch schon mit ihrem Dingi mit Steuerstand an Land und war lange nicht wieder gesehen. Momentan ist ein Lagoon 620 hier vor Anker, auch mit einem jungen Pärchen, diesmal aus Malta. Ihr Dingi mit Steuerstand hat einen Außenborder mit sagenhaften 70 PS! Das ist mehr als unsere beiden Inbordmaschinen und unser Außenborder zusammen!

Letzten Dienstag waren wir zum Lobster essen in der „Lambi Queen“. Das nette Restaurant hat auch einen Internetzugang, das man sogar mit guter Antenne und nahem Ankerplatz an Land auf dem Schiff empfangen kann. Schon auf dem Weg zum Restaurant wurden wir eingeladen, später auf den zum Restaurant gehörenden Ausflugskatamaran zu kommen, dort würde noch eine Party stattfinden. Nach dem Essen haben wir dann am ca. 12 m langen Katamaran festgemacht und haben uns an der dortigen Bar einen Rumpunsch gegönnt. Viel war nicht los, die Stimmung allerdings war sehr gut und der DJ heizte allen gut ein und so wurde kräftig getanzt und getrunken. Auch wir waren mitten drin und haben noch drei junge lustige Norweger getroffen, die mit ihrer kleinen Yacht auch Richtung Norden unterwegs sind. Spät wurde es und so haben wir den nächsten Tag recht faul verbracht.

Heute haben wir noch einen Ausflug mit dem Bus in den Norden der Insel gemacht. Lange dauert das nicht, von Hillsborough nach Windward sind es nur noch 20 min mit dem Bus. Wie immer war alleine die Busfahrt an sich den Ausflug schon wert, man sieht so sehr viel von der Insel und führt nebenbei noch das ein oder andere lustige Gespräch mit den Einheimischen im Bus. Ausgestiegen sind wir diesmal dann aber doch nicht in Windward (da gibt es außer einer Straße mit Häusern nichts), sondern sind direkt wieder zurück nach Hillsborough gefahren. Der Busfahrer hat aber extra für uns an einem schönen Punkt angehalten, sodass wir ein Foto machen konnten von dem tollen Ausblick. Sogar von Hillsborough aus kann man schon die nächste Insel sehen (Union Island) und vom Norden der Insel ist der Anblick noch schöner. Das tiefdunkle Blau des Atlantiks wird oftmals durchbrochen durch weißen Schaum, der sich an den vielen Riffs bildet, dahinter findet man alle nur erdenklichen Blautöne. So gut wie alle Inseln sind hier vulkanischen Ursprungs und so gibt es neben den größeren Inseln auch immer einige kleine Inseln, die manchmal nicht mehr sind als ein Fels, so wie zum Beispiel Mabouya Island, Sandy Island oder Jack Adan in der Bucht von Hillsborough. Sandy Island ist keine 300 m lang und wir freuen uns schon sehr, dort für eine Nacht zu ankern. In den letzten beiden Tagen gab es hier kräftig Wind und wir haben bis zu 29 Knoten Wind am Ankerplatz gemessen. Auch jetzt zieht es manchmal noch kräftig über die Ankerbucht, aber morgen soll der Wind wieder ruhiger werden und so werden wir wohl morgen ausklarieren (was seit einem Jahr auch hier in der Tyrell Bay in dem Office bei der Werft möglich ist), unsere Biervorräte aufstocken, denn dann verlassen wir das Verwaltungsgebiet von Grenada und damit ändern sich auch die Preise. Bei einer Palette Carib Bier macht das dann immerhin 10 € pro Palette aus! Der dicke Felix wird dann noch an den Steg der Werft pilotiert und die Wassertanks werden wieder aufgefüllt, das sollte dann bis St. Lucia reichen, wo wir in ca. 4 Wochen ankommen wollen. Dort erwarten wir dann unseren nächsten Besuch auf Deutschland, worauf wir uns schon sehr freuen! Gemeinsam geht es dann nach Martinique, was für uns beide ein kulinarisches Paradies sein wird, denn es gibt dann wieder viele verschiedene Käsesorten, hier müssen wir mit Cheddar vorlieb nehmen. Außerdem natürlich Baguette und vielleicht auch Rotwein zu erschwinglichen Preisen. Aber nun freuen wir uns erstmal auf die zu St. Vincent dazugehörigen Grenadinen, damit liegen noch ca. 8 Inseln bis St. Lucia vor uns und das auf nur ca. 90 sm.

lecker Lobster!

lecker Lobster!

Puzzle!

Puzzle!

Party im "Lambi Queen"

Party im „Lambi Queen“

die doppelte Banane

die doppelte Banane

unser selbstgebackenes Brot wird immer besser

unser selbstgebackenes Brot wird immer besser

mal wieder ein toller Regebogen

mal wieder ein toller Regebogen

Blick aus dem Bus nach Windward Richtung Union Island

Blick aus dem Bus nach Windward Richtung Union Island

Busfahrt nach Windward

Busfahrt nach Windward

leichtes karibisches Frühstück (BBQ pork, cheese macaroni, vegs)

leichtes karibisches Frühstück (BBQ pork, cheese macaroni, vegs)

Postkartenstrand

Postkartenstrand

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