In Vlissingen angekommen

Wir sind gerade in Vlissingen im V.V.W. Hafen angekommen. Hier gibt es Internet. Da wir lange nichts gepostet haben, kommt nun erstmal der Bericht der letzten Tage (das war jetzt schon eine Woche oder?), damit ihr mal wieder wisst was so passiert ist. Hier bleiben wir vorerst bis Donnerstag. Wir melden uns dann wieder!

2013-05-03 (Willemstad)

Doch nichts mit gratis Liegeplatz… Naja, so ists eben. Sind morgens in Willemstad abgefahren und waren noch tanken direkt im Hafen. Wir sind bei schönstem Wetter los gefahren. Nachdem wir nicht in den Vluchthaven Bruinisse konnten, da dort ein Schild war, das uns verbot hinein zu fahren, sind wir direkt weiter gefahren zur Sabbinge Plaat. Das war dann noch eine ganz schöne Strecke, und da wir halben Wind hatten, haben wir das Vorsegel gesetzt und sind prima gesegelt, eher noch etwas schneller als unter Maschine. Noch hatten wir nicht wirklich Gelegenheit richtig zu segeln, deswegen war es ein tolles Gefühl, dass es plötzlich ganz ruhig war und das Schiff so gut gelaufen ist. Wir sind dann ganz gut Richtung nächster Schleuse gesegelt, die den Eingang ins Veerse Meer bedeutet. Schleusen hat prima geklappt. Ach ja, direkt nach Willemstad hatten wir auch schon eine Schleuse, bei dir wir etwas Bedenken mit der Brückenhöhe hatten, doch wir vertrauten auf die Angabe von ca 18 m (wir sind knappe 15 m hoch) und sind darunter gefahren. Es sah zwar wirklich knapp aus, aber es waren ja noch 3 m dazwischen.

Das Veerse Meer ist ein schönes Naherholungsgebiet. Es gibt ein betonntes Fahrwasser, indem auch eifrig gesegelt wird. Außerhalb dessen gibt es Bereiche um Wasserski, Jetski oder ähnliches zu fahren. Es gibt einige Inseln und wir sind dann gegen Viertel nach 7 auf Sabbinge Plat angekommen. Es war einfach nur traumhaft schön. Die Insel ist grün und hat einige Bäume und sogar ein Dixi-Klo und eine Mülltonne. Sitzgelegenheiten gibt es auch und gergrillt wurde hier auch schon. Damit ihr wisst, wie groß die Insel ist: Man kann in 10 min einmal um sie herum laufen. Am Abend waren wir dann doch etwas müde und haben sehr gut geschlafen.

Auf Sabbinge Plaat

Auf Sabbinge Plaat

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2013-05-04 (Sabbinge Plaat)

Sind heute morgen schon von quietschenden Festmachern geweckt worden. Der Wind hat in der Nacht aufgefrischt, nachdem er am Vorbabend so gut wie eingeschlafen war. Im Lauf des Tages haben wir immer mehr Festmacher befestigt, da wir bis zu 6 Bft direkt von der Seite hatten, so dass wir immer vom flachen Steg weggedrückt worden sind. Die Liegeplätze füllten sich dann immer mehr und gegen spät abends wurde es dann windtechnisch wieder etwas ruhiger. Wir waren wieder sehr fleißig und haben uns weiter mit dem Wetter beschäftigt, Sven hat dafür gesorgt, dass wir in Zukunft Wetter in guter Qualität empfangen können und ich habe mich damit auseinander gesetzt, wie man so eine Wetterkarte dann lesen kann. Alles gar nicht so einfach. Aber wir sind ein gutes Stück voran gekommen. Da haben wir aber final natürlich noch nicht alles verstanden, aber noch ist das auch nicht so wichtig. Wir sind hier noch sehr geschützt und möchten noch gar nicht auf die Nordsee, und bis wir dann auf die Nordsee kommen, können wir uns ein gutes Bild der Wetterlage machen und sind gut vorbereitet.

Habe heute auch einen Apfelkuchen im Omnia gebacken. Er ist super geworden!

Rühren ohne Strom

Rühren ohne Strom

Unser Omnia ist der beste!

Unser Omnia ist der beste!

Apfelkuchen!!

Apfelkuchen!!

2013-05-05 (Sabbinge Plaat)

Der Wind hat schon in der Nacht nachgelassen und heute ist es wieder wunderschön, die Sonne scheint, das Wasser ist ruhig und es weht ein leichter Wind. Heute morgen haben wir gleich mal die Solardusche in die Sonne gelegt, so konnten wir heute Nachmittag mit wirklich warmem Wasser im Sonnenschein duschen.

Haben heute zum ersten Mal unser Schlauchboot ausgepackt. Das haben wir ja mitgekauft und haben bisher nur Bilder davon gesehen. Haben es auf dem Steg aufgepumpt und es sieht wirklich super aus. Dann noch ab ins Wasser damit und Motor anbauen. Der wollte natürlich zuerst nicht so richtig funktionieren, aber das hat Sven dann auch schnell gelöst und wir sind noch eine Runde um die Insel gefahren. Funktioniert alles super und wir sind richtig gut ins Gleiten gekommen!

Unser Schlauchboot

Unser Schlauchboot

Bluemuckl mit Luft und Motor

Bluemuckl mit Luft und Motor

Dass wir irgendwas geputzt und an etwas rumgebastelt haben, muss man ja eigentlich nicht erwähnen, denn das sind eigentlich tägliche Aufgaben. Haben aber natürlich auch die Sonne genossen und überlegen ob wir noch einen Tag hier bleiben! Für alle die auch mal ins Veerse Meer kommen, kommt auf Sabbinge Plaat, habt genügend zu essen und zu trinken dabei, das war‘s schon! Sven hat noch unsere Davits zerlegt, gereinigt, gebrochenes Innenleben geklebt und wieder zusammengebaut. Funktionieren wieder tadellos, können also unser Schlauchboot aufgeblasen lassen und an die Davits hängen.

Am Abend gabs dann lecker Lasagne! Und wer hätte es gedacht, wir haben sie im Omnia zu bereitet! Und aus Ermangelung an frischem Hackfleisch mit ner Dose Corned Beef. War super!

Lasagne mit Corned Beef

Lasagne mit Corned Beef

Sonnenuntergang auf Sabbinge Plaat.

Sonnenuntergang auf Sabbinge Plaat.

2013-05-06 (immer noch Sabbinge Plaat)

Wir haben noch gar keine Not hier abzuhauen. Haben heute bei traumhaftem Wetter ein paar Schönheitsarbeiten erledigt (korrodierte Fenster-Schließer und ähnliches, Sabine hat den Bootshaken abgeschliffen und neu eingeölt). Weiterhin habe ich heute die Aufhängepunkte der Badeplattform verstärkt, da gab‘s schon kleine Haarrisse durch die hohe Belastung im Seegang (da lag ja die ganze Zeit das schwere zusammengepackte Schlauchboot drauf). Ansonsten gab’s Lasagne von gestern zu Essen mit Bohnen-Möhrchen-Salat. Den Abend verbringen wir vor Hilde, empfangen und (versuchen zu) interpretieren Wetterfaxe und NAVTEX Meldungen. Das wird ja alles immens wichtig, wenn wir das sichere Binnengewässer Hollands verlassen und uns Richtung Englischer Kanal auf den Weg machen. Wahrscheinlich bleiben wir morgen auch noch, Brot geht uns aus aber wir backen einfach eins selber :-). Ach ja, unsere kleine Camping-Waschmaschine haben wir heute auch noch ausprobiert, funktioniert auch prima. Mit Warmwasser aus der Solardusche und Waschpulver gefüllt und über den Wechselrichter betrieben war nach einer ca. einer halben Stunde eine Ladung Unterwäsche und Socken wieder sauber. Das hängt jetzt alles auf unserem Balkon an unserem neuen Wäscheständer.

Die Wäsche trocknet

Die Wäsche trocknet

Waschmaschine rührt

Waschmaschine rührt

Waschmaschine

Waschmaschine

Irgendwie ist der Tag nun schon wieder rum und wir verstehen gar nicht wirklich wie die Zeit hier an Bord vergeht. Das hängt sicherlich auch damit zusammen, dass einfache Dinge des täglichen Lebens viel länger dauern aber dafür auch intensiver wahrgenommen werden. Genauso wie wir es schließlich ja auch wollten. Ach ja, und noch Gisos Schild aufgehängt („I am the Captain of this ship and I have the permission to say so“).

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Wir versuchen heute das erste Mal unseren Blog über email via Kurzwelle upzudaten. Sind gespannt, ob’s klappt…

Hilde arbeitet!

Hilde arbeitet!

Unsere erste über Funk verschickte Email!

Unsere erste über Funk verschickte Email!

2013-05-07 (immer noch Sabbinge Plaat)

Blog-Update hat wohl nicht geklappt wie wir via SMS mitbekommen haben, liegt aber an den WordPress Einstellungen, müssen wir beim nächsten Mal wLAN ändern. Wir sind immer noch auf unserer kleinen Insel. Haben keine Not abzuhauen, da das Wetter für die kommenden Tage Wüstes in der Nordsee verspricht. Erst mal gab‘s wieder ein 1a selber gebackenes Brot zum Frühstück.

Frisches Brot

Frisches Brot

Dann haben wir den Tag wieder mit BF auf Vordermann bringen verbracht. Alle Fallen am Mast überprüft, teilweise die Führungen optimiert und mit Silikonspray die Rollen gängig gemacht. Innen die Salonlampe neu verkabelt, da war etwas Pfusch zu minimieren. Wir hatten auch die Idee, dass wir die Fender mal sauber machen könnten, damit sie wieder weiß werden, aber ich glaube wir müssen uns bei Yachticon beschweren, das FenderFrisch sorgt nicht dafür, dass die Fender wieder wie neu aussehen…Sabine ist immer noch am Wetterfax und NAVTEX Meldungen empfangen und auswerten. Sie hat bereits das Buch „Das Wetter von morgen“ von Dieter Karnetzki, die Bibel für Wetter für Sportbootfahrer, tapfer durchgearbeitet und notiert stündlich den Luftdruck und hat sogar schon einen Origin-Graph dazu gemacht. Ja ja, die Uni hallt halt noch nach… Abends hat’s kurz geregnet, ansonsten traumhaftes Wetter den ganzen Tag. Habe Onkel Walters Angel mit dem kleinen Blinker dann gestern und heute einige Male durchs Wasser gezogen, ohne Erfolg. Das Wasser hier ist eine Mischung zwischen Salz- und Süßwasser, keine Ahnung, was hier so an Fischen rumschwimmt und was die an Futter so gewöhnt sind. Jetzt gibt’s erst mal Tagliatelle mit Pesto und Parmesan. Morgen sehen wir dann wie’s weitergeht, im „Notfall“ bleiben wir halt noch einen Tag hier! Ach ja, lustig war heute auch noch, daß eine schwimmende Plattform mit lauter Dixie-Klos und Müll-Containern gekommen ist, da ist dann ein Traktor mit einem neuen Klo runtergefahren und hat das alte abgeholt und der Müll-Container wurde natürlich auch gleich ausgewechselt. Unglaublich die Holländer, die fahren alle kleine Inseln an und wechseln dort Klos und bringen den Müll weg, was für eine Aufgabe! Und einen kleinen Buben in seinem Schlauchboot, der zur Insel gefahren kam und dessen Außenborder dann nicht mehr ansprang habe ich auch noch mit unserem Schlauchboot zurückgeschleppt. Beim Zurückfahren dann mal Vollgas gegeben. Da geht was, wenn man alleine im Boot sitzt und das Wasser glatt ist. Zum Wasserski fahren reicht‘s nicht ganz aber ordentlich Spaß macht‘s allemal!

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Das Klo- und Müllschiff

Das Klo- und Müllschiff

Vorher...

Vorher…

...Nachher!

…Nachher!

2013-05-08 (immer noch Sabbinge Plaat)

Heute das erste Mal mit dem Dinghi einkaufen gefahren. Vormittags los in die Delta Marina im kleinen Ort Kortgene. Haben unterwegs auf’s GPS vom Handtelefon geschaut, wir schaffen gute 10 kt mit unserem Dinghi. Das heißt übrigens seit heute wie unser Schiffskobold, nämlich Bluemuckl. Haben für die Fahrt dorthin keine 20 Minuten gebraucht. Geht prima. Haben dann am Hafen festgemacht und sind mit Trolley und Rucksäcken in den örtlichen Spar marschiert (Aldi oder Lidl gibt‘s hier leider nicht) und Großeinkauf gemacht. Der war zwar etwas teurer aber dafür haben wir ja seit geraumer Zeit die Hafengebühren gespart. Wieder zurück zu BF gebrezelt (macht ziemlich Spaß, den Bluemuckl zu reiten).

Auf dem Weg zum Einkaufen

Auf dem Weg zum Einkaufen

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Habe mich dann an den kaputten Wasserstandsgeber vom BB Rumpf Wassertank gemacht. Wir wissen ja sonst gar nicht, wieviel Wasser wir noch im Tank haben. Also Tank oben an der Inspektionsluke aufgeschraubt (ca. 40 Schrauben, alle mit irgendeiner Pampe abgedichtet, wahrscheinlich Fermit oder ähnlich unsinniges für diesen Zweck). Riesensauerei. Dann Geber ausgebaut, repariert und wieder gängig gemacht, neu justiert (zum Glück bin ich a) Physiker und habe b) mehrere Multimeter dabei!). Dann wieder eingebaut in der Hoffnung, daß alles dicht ist und uns beim nächsten Wassertanken nicht der BB Rumpf flutet.

So viele Schrauben an der Inspektionsluke des BB Wassertanks

So viele Schrauben an der Inspektionsluke des BB Wassertanks

Deckel unseres Wassertanks. Die weiße Rolle soll uns den Wasserstand anzeigen, da sie auf der Wasseroberfläche schwimmt.

Deckel unseres Wassertanks. Die weiße Rolle soll uns den Wasserstand anzeigen, da sie auf der Wasseroberfläche schwimmt.

Wo ich grad dabei war, habe ich auch noch die undichten Fester im Gästezimmer und in der Speisekammer abgedichtet. Das erste Mal, daß ich mit dem berühmt berüchtigten Sikaflex arbeite, ein Dichtmittel auf Polyurethan Basis, das an Luftfeuchtigkeit (oder unter Wasser!) aushärtet. Alles abgeklebt, dann wie stinknormales Silikon draufgeschmiert und danach mit dem Finger (natürlich Einweg-Handschuhe an) verschmiert. Abends hat’s dann geregnet. Alles dicht. Was eine Freude, es gibt nix blöderes als ein undichtes Schiff! Wo ich schon dabei war, noch mit dem undichten Dach über dem Steuerstand angefangen. Plexiglasscheibe weg (20 undichte Schrauben), angefangen mit Aceton den alten Kitt wegzubekommen. Hoffnungslos, da muß was Gröberes her. Der Holzkern zwischen der GFK Schale ist total aufgeweicht, das muß in Ruhe austrocknen können, dazu darf aber von oben kein neues Wasser nachlaufen. Dann hat’s natürlich mit Regnen angefangen, also schnell Panzertape über den offenen Rand und rein ins Schiff. Abendessen. Lecker Bratkartoffeln mit Steaks. Danach Kinoabend: Tim Burtons „Frankenweenie“, sehr empfehlenswert!

Das Plexiglasdach über dem Steuerstand ist entfernt und muss neu abgedichtet werden.

Das Plexiglasdach über dem Steuerstand ist entfernt und muss neu abgedichtet werden.

Abdichten der seitlichen Fenster.

Abdichten der seitlichen Fenster.

Das Plexiglasdach über dem Steuerstand ist entfernt und muss neu abgedichtet werden.

Das Plexiglasdach über dem Steuerstand ist entfernt und muss neu abgedichtet werden.

2013-05-09 (immer noch Sabbinge Plaat)

Heute morgen um 9 von der Ortsverwaltung, die mit dem Motorboot vorbeikamen, freundlich darauf aufmerksam gemacht worden, daß man hier in der Gegend nur 24 h an einem Ort bleiben darf. Danach muss man mindestens! 150 m weiter weg. Also morgen früh müssen wir weiter. Wird eh Zeit. Wir sind ja letzte Woche Freitag gekommen, waren also knapp eine ganze Woche hier auf der schönen Insel. Noch vor dem Frühstück mit dem undichten Fenster über dem Steuerstand weitergemacht. Sabine hat die Plexiglasscheibe gereinigt, was tricky ist, weil ja die ganzen Löcher von den Schrauben auch fettfrei werden müssen. Den alten Kitt mit Akkuschrauber und eingespannter Drahtbürste weggepopelt. Mit Unmengen an Aceton komplett gereinigt, dann alles abgeklebt und mit Sikaflex abgedichtet. Erst zwischen GFK und Plexiglasscheibe, dann außen an der Scheibe nochmals. Dann noch alle 20 Schrauben. Sollte nun dicht sein. Das total durchweichte Holz innen zwischen den GFK Platten kann nun die nächsten Wochen komplett abtrocknen, dann wird der offenen Ring unter dem Fenster mit Glasfaserspachtel zugespachtelt und abgeschliffen und bei Gelegenheit alles schön weiß gestrichen. Das hat dann auch alles bis zum Abendessen gedauert. Dazwischen noch unser Schlauchboot wieder zusammengefaltet und versorgt, morgen geht’s ja weiter und hinterher ziehen oder an die Davits hängen wollten wir‘s noch nicht. Feierabendbier, ist ja schließlich Vatertag. Apropos, so wenig los wie heute war hier fast die ganze Woche nicht. Offensichtlich machen die Holländer da was anderes. Dafür war heute einer am Steg hier tauchen, mit Flasche und allem Gedöns. Und ein weiterer Schwimmer, eine halbe Stunde lang, ohne Neoprenanzug! Und wir kriegen schon kalte Füße, wenn sie das Wasser berühren!

Beim Abdichten.

Beim Abdichten.

Fertig!

Fertig!

2013-05-10 (Sabbinge Plaat nach Bastiaan de lange Plaat)

Morgens pünktlich um 9 Uhr ist die Ortsverwaltung mit ihrem Motorboot wieder vorbeigekommen, um zu schauen, ob wir schon abgehauen sind. Sind wir noch nicht, da es gekachelt hat ohne Ende. So zumindest unser Eindruck. Es hatte eben 25 kn Wind und starke Böen. Für die Holländer bestes Segelwetter. Und wir haben uns ein wenig in die Hose gemacht und wollten nicht ablegen, sondern warten, bis der Wind etwas nachgelassen hat. Habe ich den netten Damen der Ortsverwaltung dann auch mitgeteilt, worauf hin sie etwas schmunzelnd gemeint haben, wenn es für uns zu gefährlich sei, dürfen wir gerne noch bleiben. Die haben sich danach sicher halbtot gelacht, daß die lustigen Deutschen, die wahrscheinlich mit einer der größten Schüsseln, die je an der Insel festgemacht haben, sich bei dem bisschen Wind nicht raus trauen. Sind dann aber doch abgehauen, Ablegen hat trotz starkem Wind prima funktioniert. Nach ca. 1 Stunde haben wir dann an der nächsten unbewohnten Insel, Bastiaan de Langeplaat, festgemacht. Der Steg liegt sehr geschützt hinter einem kleinen Wald, der den Wind abhält, sodass wir sehr ruhig am Steg liegen. Hier ist es sogar noch schöner als auf Sabbinge, die Insel ist langgezogen und auch unglaublich idyllisch. Gänse gibt es auch hier überall. Mittags dann noch weiter an der Dichtigkeit unserer Fenster gearbeitet, der Kitt ist halt auch 25 Jahre alt und dementsprechend brüchig. Wir kommen einem dichten Schiff aber immer näher. Abends noch ein klasse Chilli gekocht. Mann, geht’s uns gut!

Chili!!

Chili!!

2013-05-11 (Bastiaan de Langeplaat)

Heute ausgeschlafen, dann Frühstück, dann weiter an den Fenstern gebastelt. Habe ein paar Bohrungen außen in die Fensterrahmen gesetzt, damit das Wasser, das sich da immer im Rahmen staut, ablaufen kann. Außerdem die Bugkisten neu sortiert und unseren Seeanker klar gemacht, so daß wir ihn im Notfall auch gleich benutzen können. Auch noch die elektrische Ankerwinsch getestet, funktioniert aber prima. D.h. wir können auch jederzeit ankern. Bleiben heute erst mal hier, obwohl man auch hier nur für 24 h bleiben darf. Danach muß man sich mindestens um 150 Meter verholen. Da aber gestern keiner kam um nachzuschauen, ignorieren wir das mal. Nachmittags noch einen ausgedehnten Spaziergang um die Insel gemacht. Es ist unglaublich schön hier. Überall liegen Austern am Inselrand, der mit Steinen befestigt ist. Und wilde Gänse ohne Ende, die auch ihre Hinterlassenschaften überall verteilt haben. Also aufpassen, wohin man tritt!

Beim Spaziergang auf Bastiaan de Langeplaat

Beim Spaziergang auf Bastiaan de Langeplaat

2013-05-12 (Bastiaan de Langeplaat)

Muttertag. Beide als brave Kinder daheim angerufen! Den Tag eher ruhig verbracht, gelesen und auf unserem Sofa abgehangen. Noch die Baumbremse installiert (gut gegen Patenthalsen). Abends mit den Holländern vom Schiff nebenan noch ein Glas Wein bei uns getrunken und dann ab ins warme Bett.

So schön ists auf Bastiaan de Langeplaat.

So schön ists auf Bastiaan de Langeplaat.

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2013-05-13 (unterwegs nach Middelburg)

Es hat wieder ordentlich Wind. Unterwegs das Groß ins 2. Reff und das Vorsegel zur Hälfte raus. 7 Knoten mit halbem Wind. Wir segeln mal wieder, wenn auch nur kurz bis zur Schleuse. Dann Motoren bis Middelburg. Dort vor der Schleuse festgemacht. Nicht so einfach, weil die Poller für die Berufsschiffahrt sind und daher sehr weit auseinander sind, d.h. mit unseren (dafür viel zu kurzen) Festmachern ambitioniert. Böen bis zu 25 kn. Hat uns dann auch ordentlich weggedreht. Sabine an Land konnte das Schiff nicht mehr halten. Mußte einen Kringel drehen. Dabei ist dann der losgeworfene Festmacher in die StB. Schraube geraten und hat sich festgesetzt. Maschine ging sofort aus. Musste dann nur unter der BB Maschine erneut anlegen. Hat (Gott sei Dank) geklappt. Danach im Neoprenanzug 3 Mal tauchen gegangen, bis der Festmacher wieder los war (musste ihn zerschneiden). Das Wasser ist eher kalt… Sabine ist dann noch mit dem Fahrrad einkaufen. Kurzer Spaziergang. Dann Spaghetti. Rotwein. Wohlverdient!

 

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