Ja ist denn schon Weihnachten?

Man könnte meinen für uns wäre heute schon Weihnachten! Aus uns unbekannten Gründen ist der Internetzugang heute vom Schiff aus möglich, da ein sonst verschlüsseltes Netzwerk nun unverschlüsselt ist. Warum ist ja egal, Hauptsache es funktioniert. Da unsere Computer nun lange kein Internet „gesehen“ haben, sind ein paar updates fällig. Außerdem gibt es immer eine Liste an Dingen, die abgearbeitet werden wollen, wie z.B. Recherchieren wie man unser Dingi kleben kann (Kleber bereits bestellt), denn leider hat sich die Halterung von einem Paddel abgelöst. Außerdem stehen Recherchen für die nächsten Inseln und Ankerbuchten an. Und auch wenn wir nicht mehr in Deutschland leben, so müssen wir uns dennoch um unsere Finanzen, Versicherungen etc. kümmern, was auch immer etwas Zeit in Anspruch nimmt. Da wir ja nach Weihnachten Besuch bekommen, wird auch noch ein bisschen was bestellt, was wir hier nicht bekommen. Und der zweite Grund weswegen wir uns heute reich beschenkt fühlen ist Regen! Es regnet, was ein Glück! Unsere Tanks sind nahezu leer und unsere Trinkwasservorräte sind auch so gut wie aufgebraucht. Man kann zwar hier hinter Johns Marine Shop aus einem Wasserhahn Stadtwasser holen, aber die Farbe davon gefällt uns gar nicht, leicht bräunlich, ein bisschen wie das gefilterte Flusswasser aus Suriname. Gleichzeitig stinkt und schmeckt es unglaublich nach Chlor, weswegen wir nicht so scharf darauf sind unsere Tanks damit zu füllen. Regenwasser ist uns da lieber. Wir hoffen, dass es heute noch kräftig regnet, denn mit unserer neuen Regensammelmethode (die auch gleichzeitig einen Sonnenschutz darstellt) können wir auch bei wenig Regen Wasser sammeln. Und zu guter Letzt haben wir noch eine Fender gefunden, der schwamm recht weit weg an uns vorbei raus auf den Atlantik, kurz die Flossen an und hinterher. Wie Weihnachten!

Au dem Weg zum Weihnachtsfender

Au dem Weg zum Weihnachtsfender

Meins!

Meins!

Ansonsten bereiten wir unsere Abfahrt nach Grenada vor. Ein bisschen aufräumen, alles auf seine Funktionstüchtigkeit testen und dann kann es morgen Abend los gehen. Vor uns liegen nur gute 70 sm, d.h. die letzte Nachtfahrt für ein paar Monate. Danach werden die Etappen wohl vorerst nicht länger als 30-40 sm werden, außer wir haben Sehnsucht nach einer Nachtfahrt, woran wir aber nicht glauben. Die Wettervorhersage verspricht für morgen östlichen Wind, der bringt uns hoffentlich schnell nach Grenada

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