Manowar

Wir sind in Charlotteville auf Tobago angekommen. Endlich Karibik! Am Samstag mit auslaufendem Wasser haben wir Domburg verlassen. Die Strömung war stark und hat mit 3 Knoten mitgeholfen. Ab Nieuw Amsterdam konnten wir dann auch segeln und sind das dann auch die gesamte Strecke. Die ersten zwei Tage hatten wir ca. 4-5 Bft Wind und wenig Welle und sind mit Kurs halber Wind gut voran gekommen. In der zweiten Nacht haben wir dann zuerst Besuch von einem kleinen Vogel bekommen, der sich für eine Weile auf unsere Reling ausgeruht hat. Leider kam dann auch noch ein großer Vogel, mit einer Spannweite von über einem Meter. Dieser wollte sich auch ausruhen und hat sich dafür unsere Mastspitze ausgesucht, was uns ganz und gar nicht gefallen hat, wir sahen schon unsere VHF-Antenne und unsere empfindlichen Windmessinstrumente im Wasser liegen, da er immer mit halb ausgebreiteten Flügeln oben gesessen ist, um das Gleichgewicht auf dem schwankenden Mast halten zu können. So ganz hat ihm es aber doch nicht gefallen, allerdings hat er es erst nach ca. 40 Versuchen aufgegeben. Es war ihm dann wohl doch zu unruhig. Ein paar kleine Squalls sind an uns vorbei gezogen und so hatten wir ab und zu ein bisschen Regen. Die dritte Nacht bestand dann eigentlich nur noch aus Squalls, sodass wir Wind bis zu 33 Knoten hatten, das sind immerhin fast 8 Windstärken. Mitgekriegt haben wir davon nicht viel, da wir von Anfang an wieder mit dem Groß im zweiten Reff gefahren sind und das Vorsegel außer in dieser Nacht immer ausgerefft hatten. Das ist für uns ideal, da es uns nicht viel Geschwindigkeitsverlust kostet und wir damit unbesorgt segeln können, auch wenn der Wind mal etwas stärker wird. Das Vorsegel ist dank Rollanlage bei jedem Wind auch alleine reffbar. Die Nacht brachte außerdem auch viel Regen und so war es uns so kalt, dass wir uns sogar zudecken mussten. Die vierte Nacht begann sehr ruhig und wir sind ganz gemütlich bei kaum Welle Tobago entgegen gesegelt, das hat uns ganz gut gepasst, weil wir so kurz vor Sonnenaufgang am Mittwoch angekommen sind. Dank fast noch Vollmond waren die Konturen der Insel dann ganz gut zu erkennen und wir konnten gut in die Bucht einlaufen. Nun ankern wir auf 17 m Tiefe mit ca. 10 anderen Yachten auf der nördlichen Seite der Bucht in der sogenannten Pirates Bay. Dabei haben wir einen traumhaften Blick auf die Man of War Bay. Die gesamte Bucht bietet eine traumhafte Kulisse. Wir sind eingerahmt von saftgrünen, steilen Bergen, in denen die Wolken hängen bleiben und dadurch ständig ein anderes Bild abgeben. Der erste Eindruck hat mehr als überzeugt. Das Wasser ist nun tiefblau und kristallklar und lädt zum Baden ein, was wir auch gleich nach unserer Ankunft getan haben. Die Wassertemperatur beträgt 34°C und hat damit für uns Idealtemperatur, immer noch kalt genug um sich nach einem heißen Tag zu erfrischen, aber warum genug, um unendlich lang im Wasser zu bleiben.

bei der Ausfahrt aus Suriname begegnet uns ein tiertransportschiff

bei der Ausfahrt aus Suriname begegnet uns ein tiertransportschiff

Sonnenuntergang auf see

Sonnenuntergang auf see

unterwegs regnet es oftmals

unterwegs regnet es oftmals

unterwegs gibt es immer wieder squalls

unterwegs gibt es immer wieder squalls

nach einem Regenschauer gibt es dann aber auch meist einen schönen Regenbogen

nach einem Regenschauer gibt es dann aber auch meist einen schönen Regenbogen

wir sind auf dich Tobago angekommen!

wir sind auf dich Tobago angekommen!

Am Mittwoch sind wir dann in die „Stadt“ gefahren, kleines Dorf ist wohl eher die passende Bezeichnung. Für Dingis gibt es einen Anleger. Der Weg zu Customs und Immigration ist in weniger als 10 min zurückgelegt, doch leider wurde uns gesagt, dass heute niemand da ist, wir sollen morgen wieder kommen. Wir sind dann noch ein bisschen durch das Dorf gelaufen, es tat gut nach 4 Tagen mit kaum Bewegung mal wieder richtig zu laufen. Direkt am Steg gibt es einen Laden, in dem man kalte Getränke und ein paar Konserven und andere haltbare Lebensmittel kaufen kann. Aber wir haben ja erstmal genug. Dort kann man wohl auch Obst und Gemüse kaufen, als wir kamen gab es aber leider nichts. Einen weiteren kleinen Laden gibt es noch an der nahegelegen Tankstelle, die Auswahl ist aber auch sehr begrenzt und frische Sachen gibt es dort nicht. Allerdings kann man bei beiden Läden Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln kaufen, eben nur Dinge, die lange halten und nicht so schnell kaputt gehen.

Blick von unserem Ankerplatz auf tobago auf die pirates bay

Blick von unserem Ankerplatz auf tobago auf die pirates bay

nach dem Regenschauer hat es viele Sachen von den bergen ins Meer gespült

nach dem Regenschauer hat es viele Sachen von den bergen ins Meer gespült

Blick auf die man of war bay

Blick auf die man of war bay

am dingisteg in Charlotteville, tobago

am dingisteg in Charlotteville, tobago

Am Nachmittag sind wir dann mit dem Dingi an den Strand gefahren, der liegt von unserem Ankerplatz gesehen ungefähr auf halber Strecke zum Dingisteg. Ein traumhafter Strand mit hellem Sand, kein Müll und sauberes, warmes, türkises Wasser. Wir hatten den ganzen Strand für uns allein. Dort sind wir noch ein bisschen geschnorchelt und haben das klare Wasser genossen. Am Abend haben wir uns dann eine Pizza gemacht, was mittlerweile schon fast eine Tradition ist nach einer längeren Überfahrt. Um 19:00 Ortszeit (wir haben hier nun UTC-4 und nicht mehr UTC-3 wie in franz. Guyana und Suriname) waren wir dann hundemüde und haben lange geschlafen. Nachts wurden wir dann durch starken Regen geweckt, so war das Schiff auch gleich entsalzt.

Strand in charlotteville

Strand in charlotteville

traumhafter strand

traumhafter strand!

eine Schildkröte schwimmt an unserem Schiff vorbei

eine Schildkröte schwimmt an unserem Schiff vorbei

Blick auf die Bucht von charlotteville

Blick auf die Bucht von charlotteville

Am Donnerstagvormittag haben wir uns dann wieder auf den Weg zum Einklarieren gemacht. Wir hatten ein bisschen mehr Glück, denn immerhin war der Beamte vom Zoll anwesend, der Beamte der Immigration aber nicht. So sind wir nun immerhin halb eingecheckt. Unser dritter Versuch am Freitag sollte dann funktionieren, da der Zollbeamte seinen Kollegen telefonisch erreicht hat. Der Donnerstag war total verregnet, so ein Wetter hatten wir das letzte Mal letztes Jahr in Europa! Von morgens früh bis abends spät hat es durchgehend geregnet, manchmal so stark, dass wir mit Wasser sammeln kaum hinterher gekommen sind. Natürlich wurde das frische Wasser gleich genutzt, um etwas Wäsche zu waschen und das Schiff zu säubern. Ein total verregneter Tag mag sich in Deutschland schlecht anhören, doch für uns kam das Wetter genau zur richtigen Zeit, alles konnte sauber gemacht werden, wir wurden schön erfrischt und hatten mal einen Tag ohne ständig zu schwitzen. Am Abend dann noch das Highlight schlecht hin: Während ich diesen Blogartikel schreibe, hat sich Sven noch vorgenommen einen Fisch vom Schiff aus zu fangen. Alle 5 min hab ich natürlich nachgefragt, ob er schon einen gefangen hat und nach 25 min war es dann tatsächlich so weit, eine Dorade war an der Angel! Sie hatte für uns zwei die ideale Größe für ein Abendessen. Dazu noch ein paar Kartoffel aus Suriname und das Abendessen war perfekt!

Pelikane auf Tobago

Pelikane auf Tobago

unser dingi hat besuch

unser dingi hat besuch

Sven hat uns einen Fisch gefangen!

Sven hat uns einen Fisch gefangen!

Wir wissen noch nicht wie lange wir hier bleiben werden. Wir möchten auch noch eine andere Ankerbucht sowie die Store Bay auf Tobago anlaufen. Anfang Dezember werden wir dann hoffentlich unsere Reling auf Grenada reparieren lassen können, noch haben wir keinen Termin dafür. Unser nächster fester Termin ist dann Ende Dezember auf Grenada, wenn wir unseren ersten Besuch in der Karibik erwarten, worauf wir uns schon sehr freuen!

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