Testfahrt

Heute werden wir eine Bucht weiter nach Petit Anse d’Arlet fahren. Die Steuerbord Maschine sollte dabei wieder voll funktionstüchtig sein. Durch den Essig in den Leitungen haben wir das Saildrive wohl wieder frei bekommen. Nun kommt (zumindest ohne Last) wieder viel mehr Kühlwasser bei der Maschine an. Wir werden nachher sehen, wie es unter Last aussieht. Da wir täglich am Unterwasserschiff geschrubbt und gekratzt haben, sieht es nun auch wieder ganz gut aus, bis auf noch einige Seepocken, die sich hartnäckig weigern das Schiff zu verlassen. Spätestens in 2 Monaten sind wir sie dann auf jeden Fall los, denn Anfang August haben wir nun einen Krantermin in Trinidad reserviert. Die obligatorische Anzahlung ist bereits geleistet. Nun werden wir noch eine konkrete Liste erstellen was es dabei alles zu tun gibt. Wenn das Schiff aus dem Wasser ist, werden wir die Logge auch endlich richtig reinigen können, vielleicht funktioniert sie ja dann wieder für eine Weile. Seit Grenada funktioniert sie gar nicht mehr, dabei sind wir aber nicht alleine und wie wir von anderen Seglern gehört haben, bringt auch ein Einpinseln mit Antifoulingfarbe nichts. Das einzige effektive Mittel gegen Bewuchs an der Logge ist, sie bei langen Stehzeiten auszubauen. In der Theorie ist das ganz einfach: Logge rausziehen, Wasser kommt ins Schiff und dann schnell den passenden Stöpsel drauf, Wasser wieder abpumpen, vor der Abfahrt das ganze umgekehrt, fertig. Doch da wir die Logge noch nie ausgebaut haben und nicht wissen, ob der Stöpsel auch wirklich passt, lassen wir das lieber mal sein solange wir noch im Wasser sind. Wir kennen auch niemanden, der sie tatsächlich bei längeren Aufenthalten an einem Ankerplatz ausbaut.

Mit der Luftpumpe blasen wir voon oben das Saildrive durch

Mit der Luftpumpe blasen wir von oben das Saildrive durch

Der Strand in Grande Anse d’Arlet ist wirklich sehr schön, kein Vergleich zu Fort de France. Wie in Fort de France ankern wir hier auf 4-5 m, mit dem Unterschied, dass man hier sogar vom Schiff aus den Grund sehen kann, in Fort de France reicht die Sicht vielleicht einen Meter weit. Im Vergleich zu unserem letzten Besuch hier im März sind auch viel mehr Schildkröten hier, über die wir uns beim Schnorcheln immer wieder freuen. Mit dem Dingi sind wir entlang der Bucht gefahren und haben einen Unterwasserpark gefunden, mit großen Tonnen, an denen man mit dem Dingi festmachen kann. Auf den Tonnen sind die Pflanzen und Tiere abgebildet, die man unter Wasser antreffen kann. Viele Fische haben wir leider nicht gesehen, aber trotzdem ist es sehr schön zum Schnorcheln, da das Wasser sehr klar ist und man viele verschiedene Unterwasserpflanzen bewundern kann. Außerdem liegt auf ca. 4 m Tiefe ein altes Keyboard, auf dem mir Sven gleich mal etwas vorgespielt hat.

An diesen Tonnen kann man mit dem Dingi festmachen

An diesen Tonnen kann man mit dem Dingi festmachen

Die Tonnen zeigen uns die Unterwasserwelt auf Fotos

Die Tonnen zeigen uns die Unterwasserwelt auf Fotos

DSCN1397 DSCN1378Eine kleine Wanderung haben wir auch unternommen. Ein Wanderwegweiser führt zum Morne Champagne und führt uns über die Hügel am Wasser entlang durch Wälder, die so gar nicht karibisch aussehen. Durch trockene Laubwälder und über savannenartige Wiesen führt der Weg nach Petit Anse d’Arlet. Die Bucht ist kleiner als Grand Anse, hat auch einen wunderschönen Sandstrand, eine schöne Strandpromenade, eine kleine Kirche, einen Bäcker, eine Post, ein kleines Souvenirgeschäft und einen Minimarkt, alles sehr überschaubar und sehr sympathisch. Außerdem gibt es dort eine kleine Markthalle, wo es schönes Obst und Gemüse zu einem guten Preis zu kaufen gibt.

Wir machen ein kleine Wanderung durch die Berge zwischen Grande und Petit Anse d'Arlet

Wir machen ein kleine Wanderung durch die Berge zwischen Grande und Petit Anse d’Arlet

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Blick auf Petit Anse d'Arlet

Blick auf Petit Anse d’Arlet

Petit Anse d'Arlet

Petit Anse d’Arlet

Kirche in Petit Anse d'Arlet

Kirche in Petit Anse d’Arlet

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Ein mobileer Baumarkt! So was haben wir noch nie gesehen!

Ein mobiler Baumarkt! So was haben wir noch nie gesehen!

Martinique wird langsam aber sicher bunter

Martinique wird langsam aber sicher bunter

Dieses Bild aus Petit Anse d'Arlet erinnert mich doch stark an das Bild vor über einem Jahr ...

Dieses Bild aus Petit Anse d’Arlet erinnert mich doch stark an das Bild vor über einem Jahr …

... als wir in Mindelo waren. Hab wohl nur das falsche Shirt an!

… als wir in Mindelo waren. Hab wohl nur das falsche Shirt an!

Wir gehen davon aus, dass wir die Steuerbordmaschine nun wieder uneingeschränkt benutzen können und werden dann voraussichtlich mit dem kommenden Nordostwind am Dienstag nach St. Lucia aufbrechen. Man kann nun deutlich feststellen, dass wir am Ende der Karibiksaison angekommen sind, der Wind ist insgesamt schwächer und kommt nun meist aus südöstlicher Richtung, sodass wir also auch auf der Fahrt nach Süden immer einen am Wind Kurs segeln müssen. Doch der schwächere Wind bringt glücklicherweise auch weniger Welle, was die Fahrten nach Süden dennoch etwas ruhiger werden lassen sollte als die nach Norden, wo wir oftmals gegen Wind und Welle ankämpfen mussten.

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