Zwischenstopp auf Teneriffa

Wir haben nun doch einen Zwischenstop auf Teneriffa eingelegt. Die Vorhersage sagte für unsere Fahrt auf Höhe La Palma 10-14 Knoten und auf Höhe Teneriffa bis max. 18 Knoten Wind voraus. Tja, das war wohl nicht ganz so richtig! Wir haben noch im Vorhafen das Großsegel gesetzt und konnten dann auch direkt hart am Wind los segeln, die Welle war moderat und so sind wir gut von La Palma weggekommen. Doch dann wurde die Welle immer schneller und höher und der Wind immer stärker. Es waren dann ca. 3 m hohe Wellen gegen die wir hoch am Wind bei fast 30 Knoten Wind gesegelt sind, mit gerefftem Groß und gerefftem Vorsegel. Unser Felix hat das wirklich super gemacht und sich gut durch die See gewühlt und lag auch eigentlich recht ruhig. Ab und an kam eine Welle aber übers Schiff, es war so viel Wasser, dass unsere Segel ganz nass waren und wir natürlich auch. Und das alles bei 5-7 Knoten Fahrt. Richtig genießen konnte ich aber die guten Segeleigenschaften unserer Schiffes nicht, so war ich doch sehr angespannt und wir haben sehr genau die Windlupe beobachtet, da wir ja auch schon sehr hoch am Wind gefahren sind und eine Richtungsänderung des Windes immer auch eine Kurskorrektur bedeutet hat. So haben wir stundenlang darauf gewartet, dass Teneriffa in Sicht kommt, und damit die Abdeckung der Insel, in der wir weniger Wind und vor allem weniger Welle erwarteten. Und bei Einbruch der Dunkelheit war es dann so weit, die Wellen wurden wieder länger und flacher und auch der Wind nahm langsam ab, das Schlimmste war geschafft. Da wir nach der Abdeckung von Teneriffa genau in die Beschleunigungszone von Teneriffa und dann noch Gran Canaria gekommen wären und der Wind viel stärker als vorhergesagt war, haben wir uns entschieden an den Ankerplatz Los Cristianos zu gehen. Gegen Mitternacht sind wir hier angekommen, 2 Yachten waren bereits hier. Kurz bevor wir den Ankerplatz erreicht haben, hat der Wind dann nochmal auf über 20 Knoten zugelegt, aber am Ankerplatz selber war es dann wieder ruhig und wir konnten uns schlafen legen. Am Montag hat dann der Wind weiter nach Osten gedreht, sodass sich auch hier am Ankerplatz eine richtige Welle gebildet hat, da war es dann nicht mehr ganz so gemütlich, außerdem hat sich die Sonne nicht blicken lassen und es war richtig kalt! Dafür hat Sven dann am Abend noch eine Sardine gefangen, aber da es bei einer blieb und sie recht klein war, durfte sie wieder zurück ins Meer. Heute ist es jetzt wieder recht ruhig hier, die Sonne scheint auch und wir konnten seit langem mal wieder baden gehen.

Ein grib-File haben wir per Kurzwelle herunterladen können, was hier leider nicht so einfach wie erwartet ist. Schon in Los Gigantes hatten wir das versucht, doch erfolglos beenden müssen, die hohen Berge lassen hier offensichtlich keine stabile Verbindung zu. Es sieht so aus, als ob wir morgen nach Gran Canaria weiter fahren, dann wie geplant an den Ankerplatz „Pasito Blanco“, für morgen sind 10-15 Knoten vorhergesagt, wir rechnen also mit 20-25 Knoten. Und dann müssen wir das Wetter weiter gut beobachten und hoffen, dass sich bald ein Wetterfenster ergibt um nach Las Palmas zu kommen, gegen den vorherrschenden Wind, gegen die Strömung und gegen die Beschleunigungszone von Gran Canaria, zum Glück ist die Strecke nur 35 sm lang. Da es bis nach Gran Canaria über 60 sm sind, werden wir morgen sehr früh aufstehen, um noch bei Tageslicht anzukommen.

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